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Mitgliederversammlung 2010 Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Mittwoch, den 12. Mai 2010 um 16:13 Uhr

Foto Lindwehr

Verdiente Jäger zeichneten Kreisvorsitzender Klaus Stamme (links) und der stellvertretende Landesvorsitzende Josef Schröer (Dritter von links) aus. Das Foto zeigt sie zusammen (von links) mit Dietrich Verbrügge, Fritz Lambers, Hendrik Molendyk, Johann Olthoff, Harm Lefers, Gerd Große-Elbert und Heinrich Berning.

Mitgliederversammlung der Jägerschaft Grafschaft Bentheim

Nach der Eröffnung durch die Es-Horn-Bläsergruppe unter der Leitung von Kunibert Zirkel erfolgten die Begrüßung, die Abhandlung der Regularien und der Dank für die Vorbereitung der Veranstaltung an den Hegering IV durch den Vorsitzenden Klaus Stamme.

Der Vorsitzende stellte die Maßnahmen zur Senkung der Zahl der Wildunfälle vor, wie die Anbringung blauer Wildwarnreflektoren an der B403 im Bereich des Bentheimer Waldes, wo die Gefahr von Wildunfällen mit Rotwild und Schwarzwild am stärksten sei. Bei allem finanziellen Einsatz für solche Wildwarnreflektoren müsse man sich aber darüber klar sein, dass die beste Möglichkeit zur Einschränkung von Wildunfällen immer noch die Reduzierung des Bestands sei und dass eine solche Reduzierung nur über den Abschuss des weiblichen Wildes erreicht werden könne.

Als Dauerbrenner sah er die Frage der Jagdsteuer. Sie werde in Nordrhein-Westfalen bereits schrittweise abgeschafft. Man werde keine Gelegenheit auslassen, die zuständigen Politiker auch in Niedersachsen zu dieser Einsicht zu bewegen.

Bei den Grußworten übermittelte traditionell Bürgermeister Diekjacobs aus Osterwald die Grüße der Gemeinde. Seine Hauptthemen waren der Strukturwandel in der Landwirtschaft, die er anhand von Zahlenmaterial verdeutlichte, und die sich daraus ergebende Veränderung der Kulturlandschaft. Er appellierte abschließend an die Verantwortung aller für die Umwelt.

Kreisdirektor Henning Kammer übermittelte die Grüße des Landkreises.

Die Jägerschaft im Landkreis Grafschaft Bentheim sei ein wichtiger Teil im Sozialgefüge. Dabei nähme die Jagd im eigentlichen Sinne zur Bestandspflege bei weitem nicht den Hauptteil der waidmännischen Tätigkeit ein. Vielmehr gehörten Aufgaben der Hege und Pflege, des Natur- und Umweltschutzes und der langfristigen Forstplanung zu den Kernpunkten der Tätigkeit. Zum Erhalt des Gleichgewichts in Tier- und Pflanzenwelt sei eine solche Tätigkeit in der stark gegliederten Kulturlandschaft notwendig, um nicht gewollten Entwicklungen und schädigenden Einflüssen und Auswüchsen rechtzeitig entgegentreten zu können.

In der jüngsten Vergangenheit hätten den Landkreis insbesondere drei Themen besonders beschäftigt: Zunächst standen die Kontrollen zur Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition an, die Maßnahmen unterlegte er mit ausführlichem Zahlenmaterial.

Bezüglich der Rabenkrähenverordnung führte er die Zunahme der Rabenkrähen an mit einer Steigerung von gut 57 %. Die Streckenergebnisse im Landkreis Grafschaft Bentheim entsprächen dem Trend im Land Niedersachsen. Diese Entwicklung veranlasste den Landkreis Grafschaft Bentheim, nach vorheriger Abstimmung mit dem Jagdbeirat eine Verordnung über die Aufhebung der Schonzeit für Rabenkrähen im Landkreis Grafschaft Bentheim durch den Kreistag verabschieden zu lassen. Im Jagdjahr 2010/11 dürften die Rabenkrähen vom 01.08.2010 bis zum 31.03.2011 bejagt werden.
Auch bei der Wildunfallsituation sei eine zunehmende Entwicklung festzustellen. Polizei, Landkreis Grafschaft Bentheim und die Straßenbaulastträger hätten sich deshalb vor rd. zwei Jahren darauf verständigt, neben der allgemeinen Unfallsteckkarte bei der Polizei auch eine Wildunfallsteckkarte zu führen. Er bat an dieser Stelle, Unfälle, die nicht von der Polizei aufgenommen wurden, unter Tel. (05921) 309-159 oder über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. zu melden. Dies habe zur Folge, dass Unfallhäufungen schneller erkannt werden und im Rahmen der Möglichkeiten Abhilfemaßnahmen unternommen werden könnten.

Bei den Ehrungen erfolgte an erster Stelle die Totenehrung, hier wurden stellvertretend Heinz Barelmann und Karl Stemman genannt.

Johann Olthoff aus Hoogstede wurde mit dem „Goldenen Rebhuhn" ausgezeichnet.

Einen Revierteller für besonderen Einsatz bei Hundeprüfungen erhielt Dietrich Verbrügge.

Fritz Lambers, Harm Lefers und Hendrik Molendyk erhielten die LJN-Verdienstnadel in Bronze.

Die LJN - Verdienstnadel in Silber erhielten Heinrich Berning und Gerd Große Elbert.

Der Vorsitzende erwähnte lobend den Einsatz der Bläsergruppe Lönsberg und das Erreichen des deutschen Vizemeisters im Jagdhornblasen.

Bei den folgenden Vorstandswahlen fungierte Magnus Mölder als Wahlleiter. Er blickte als Wahlleiter zurück auf die Arbeit des Vorstandes als Team und dankte im Namen der Jägerschaft für die hervorragende Arbeit.

Der Vorsitzende gab bekannt, dass der stellvertretende Vorsitzende, Albert Weerd, nicht mehr zur Wahl stände. Er dankte ihm für die in den Jahrzehnten geleistete Arbeit und überreichte als Ausdruck des Dankes ein Präsent. Der Vorstand schlug als Nachfolger den Landwirt Reinhard Mönch aus Engden vor.

Die anschließende Wahl hatte das folgende jeweils einstimmige Ergebnis:

a)     Wahl des / der Vorsitzenden                                            - Klaus Stamme

b)     Wahl des / der stellvertretenden Vorsitzenden               - Reinhard Mönch

c)      Wahl des / der Geschäftsführers / Geschäftsführerin     - Marianne Brunklaus

d)     Wahl des / der Schatzmeisters / Schatzmeisterin          - Claus Meixner

Alle nahmen die Wahl an.

Mit der Einladung hatten alle Mitglieder den Vorschlag zur Satzungsänderung bekommen, die nach Erläuterungen durch den Vorsitzenden einstimmig angenommen wurden.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 11:45 Uhr
 
Damhirsch im Bakelder Wald in Not Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Sonntag, den 14. März 2010 um 17:49 Uhr

Damhirsch in Not

Ein Damhirsch wurde von Jägern aus einer aussichtslosen Lage befreit. Der Hirsch wurde bei einem Spaziergang im Bakelder Wald auf der Nordhorner Seite erblickt. Bei der Befreiung halfen Wietmarscher Landwirte. Der Hirsch hatte sich in einer herumliegenden Pferdekoppeleinfassung (ummantelter Stahldraht) mit dem Geweih verfangen und mit dem Baum verheddert. Eine Stange war vermutlich beim Fluchtversuch abgebrochen und hatte sich in den Seilen verfangen. Um das Tier retten zu können, trieb man es um den Baum herum und schränkte dadurch seinen Bewegungsradius erheblich ein. Sie überwältigten den Hirsch, zertrennten die Seile und übergaben ihn der freien Natur.
Dieser Vorfall zeigt einmal wieder, welche Folgen der unsachgemäße Umgang mit Drähten zur Folge haben kann.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. März 2010 um 17:50 Uhr
 
Winterversammlung Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Freitag, den 26. Februar 2010 um 19:52 Uhr

Winterversammlung 2010  der Jägerschaft Grafschaft Bentheim

In der Gaststätte Deters in Nordhorn fand die diesjährige Winterversammlung der Jägerschaft Grafschaft Bentheim statt.

Den musikalischen Rahmen der sehr gut besuchten Veranstaltung gestaltete die Bläsergruppe Engden-Drievorden.

Vorsitzender Klaus Stamme begrüßte zunächst die zahlreichen anwesenden Gäste.

wichtige Jagdthemen

Austritt des LJV Bayern aus dem DJV
Dieser Schritt sei bedauerlich, aber angesichts der fehlenden Kompromissfähigkeit des bayrischen Landesvorsitzenden nicht zu vermeiden gewesen. Inzwischen seien aber auch in Bayern Stimmen laut geworden, die einen Wiedereintritt fordern, eventuell sogar schon 2011.

Landesrecht
Die Befürchtungen, dass sich durch die Übertragung der Zuständigkeiten für jagdliche Gesetzgebung auf die Länder Probleme ergeben könnten, schienen sich zu bestätigen. Im Saarland und in Rheinland-Pfalz seien neue Landesjagdgesetze in Vorbereitung, die aus Sicht der Jägerschaft teilweise verfehlt seien und die zu einer unnötigen Zersplitterung des Jagdrechts in Deutschland führten.

Schwarzwild
Beim Schwarzwild seien auch in Niedersachsen in mehreren Fällen Trichinen festgestellt wurden. Das zeige, wie wichtig nach wie vor die Untersuchungen jeder Sau seien. Insgesamt habe man den Eindruck, dass die Schwarzwildstrecke in diesem Jagdjahr deutlich zurückginge.

Jagdsteuer
Drei Flächenlandkreise in Niedersachsen (Harburg, Leer, Osnabrück Land) haben vollständig auf die Erhebung der Jagdsteuer verzichtet. In Nordrhein-Westfalen würde die Jagdsteuer schrittweise herabgesetzt und 2013 vollständig wegfallen. Man könne nicht einerseits freiwillige Leistungen - wie auch Naturschutzmaßnahmen - erwarten und gleichzeitig die freiwilligen Helfer noch mit einer Sondersteuer bestrafen.

Mähtod
Etwa 500.000 Wildtiere würden in Deutschland jedes Jahr beim Mähen der Felder auf grausame Art ums Leben gebracht. Besonders betroffen seien dabei die Wiesen und die Flächen mit Grünroggen. Man sollte sich frühzeitig die Termine der Mahd solcher Flächen geben lassen, damit man am Abend vorher mit Flatterbändern, Knistertüten, Verwitterung, Blinklichtern o. ä. das Wild davon abhalten könne, in diese Flächen zu ziehen. Die Flächen sollten immer von innen nach außen gemäht werden, damit das Wild eine Chance zur Flucht behielte.

Die Jahreshauptversammlung findet am 04.05.2010 in Osterwald statt.

Referent des Abends war Ewald Temmen, seit über 25 Jahren Jäger, Hundeführer, etwa 20 Jahre in Nordhorn bei der Polizei tätig, seit der letzten Polizeireform im Jahre 2004 in Lingen beim Zentralen Kriminaldienst (früher Kripo).

Thema Waffenrecht enthielt die folgende Schwerpunkte:

Amnestieregelung,

Waffenaufbewahrung,

Kontrollen durch Waffenbehörde/Polizei

und Zuverlässigkeit/Straftaten durch Jäger.

Temmen stellte zunächst die Gründe vor, warum es zu einer Verschärfung des Waffenrechtes gekommen sei und erläuterte die Auswirkungen, Gefahren/Fallstricke, die sich daraus für Jäger ergeben.

Bei der Waffenaufbewahrung ging er ein auf Tresore, den Transport von Waffen im Auto, den Transport zum/im Revier und wohin mit der Waffe nach der Jagd.

Temmen verdeutlichte, wer wann, wie und wo mit Kontrollen rechnen müsse und erklärte, was die Waffenbehörde/Polizei darf und was bei einer Ablehnung passieren könnte. Es gibt verdachtsunabhängige Kontrollen. Jeder Waffenbesitzer muss mit einer Kontrolle rechnen.

Des Weiteren beschäftigte er sich mit dem Begriff Zuverlässigkeit im Waffenrecht und den möglichen Folgen bei der Begehung von Straftaten oder Gewalttätigkeiten.

Diese rechtlichen Aspekte wurden anhand von Zeitungsartikeln und polizeilichen Feststellungen mit Leben gefüllt. Wer zu 60 Tagessätzen verurteilt ist, innerhalb von 5 Jahren einmal in Polizeigewahrsam ist, gegen Aufbewahrungsvorschriften von Waffen verstößt und betrunken Auto fährt, ist nicht mehr zuverlässig im Sinne des neuen Waffenrechts.

Der Vorsitzende Klaus Stamme betonte im Anschluss, dass die zuständigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung inzwischen die ersten Kontrollen durchgeführt hätten und ging davon aus, dass jeder Jäger inzwischen über einen geeigneten Waffenschrank verfüge, so dass die Waffen ordnungsgemäß verwahrt seien.

Die Anforderungen seien schon seit Jahren in allen jagdlichen Zeitschriften erläutert worden und müssten jedem Waffenbesitzer bekannt sein.

Er wies hin auf bedeutende Punkte und den Ablauf eines Kontrollbesuches, wie die Vorlage von Ausweisen der Kontrolleure, um den Missbrauch durch kriminelle Elemente, die die Wohnung nur ausspionieren wollen, auszuschließen. Man brauche auch nicht darüber zu diskutieren, ob das aktuelle Waffenrecht das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung verletzt. Zur Zeit bliebe keine andere Möglichkeit, als das Waffenrecht und die behördlichen Maßnahmen zu akzeptieren.

Informationen des Kreisveterinärs Dr. Hermann Kramer.

Er ging auf das im vergangenen Jahr erfolgte Fuchsmonitoring ein. Leider war die Zahl der Füchse nicht hoch genug. Die Jäger möchten im laufenden Jahr mehr Füchse bei den Sammelstellen abgeben.

Im Bereich des Schweinepestmonitorings verwies er auf die Abgabe der Blutproben und die kostenlose Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild, welches in der Grafschaft Bentheim geschossen wird.

Bild

Jäger im Gespräch mit dem Referenten.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 26. Februar 2010 um 19:53 Uhr
 
Spuren im Schnee Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Montag, den 15. Februar 2010 um 14:58 Uhr

Spuren im Schnee

Welches Tier lief denn hier?


Wegen der außergewöhnlichen Schneebedingungen herrschte bei den Kindern im Kindergarten Wilsum große Begeisterung. Sie hatten viel Spaß beim Rodeln, beim Toben, beim Schneefigurenbauen. Spontan ermöglichte die Jägerschaft Wilsum einen Ausflug in ein nahe gelegenes Waldgebiet. Dabei entdeckten die Kinder auch viele Spuren. Immer wieder kam die Frage: „ Welches Tier lief denn hier?" Mit dem Jagdwagen, Jagdhund Dana und zwei Jägern ging es los. Im Wald angekommen stärkten wir uns mit Brötchen und warmen Getränken. Danach machten wir in zwei Gruppen einen Rundgang durch das Waldgelände, indem die schneebedeckten Bäume und Sträucher eine Augenweide waren. Wir entdeckten Spuren von Hasen, Kaninchen, Füchsen, Rehen und Mardern. Zusätzlich wurden Liegeplätze, Kot- und Bissspuren von den Tieren gesichtet. Erschöpft und durchgefroren trafen sich beide Gruppen wieder beim Jagdwagen, wo es für die Kinder eine Feuerstelle zum Aufwärmen und Erfahrungen zum Austauschen gab. Nach einem erlebnisreichen Vormittag starteten wir unsere Rückfahrt mit dem Wagen zum Kindergarten.
Die Kinder und Erzieherinnen bedankten sich bei den Jägern für das tolle Erlebnis im Winterwald.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Februar 2010 um 15:24 Uhr
 
20. Grafschafter Jägerfrühstück Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Sonntag, den 07. Februar 2010 um 15:38 Uhr


20. Grafschafter Jägerfrühstück
Jäger fordern vom Landkreis die Abschaffung der Jagdsteuer


Jagdhornklänge der Bläsergruppe Engden/Drievorden schallten durch den Saal Deters, bevor Kreisvorsitzender Klaus Stamme zahlreiche Jäger und Vertreter des öffentlichen Lebens zum Jägerfrühstück begrüßte und die besten Wünsche der Jägerschaft zum neuen Jahr übermittelte.
Besonders herzlich begrüßte er als Ehrengast Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung.

Das 20. Grafschafter Jägerfrühstück zum Jahresauftakt nutzte der Vorsitzende der Grafschafter Jägerschaft, Klaus Stamme, gestern erneut zu einem Appell an den Landkreis, die Jagdsteuer abzuschaffen. „Die Jagdsteuer ist nach unserer Überzeugung vollkommen unberechtigt. Die Jägerschaft ist der einzige Naturschutzverband, der für seine Tätigkeit im Interesse der Natur und der wildlebenden Tiere durch Erhebung einer Sondersteuer bestraft wird, während andere Verbände mit staatlichen Mitteln und Spenden unterstützt werden. Diese Steuer ist unberechtigt und ungerecht. Viele von Ihnen werden wissen, dass die Jagdsteuer in Nordrhein-Westfalen stufenweise abgeschafft worden ist. Ab 2013 wird dort überhaupt keine Jagdsteuer mehr erhoben. Auch einzelne Landkreise in Niedersachsen haben bereits von der Erhebung der Jagdsteuer abgesehen, weil sie eingesehen haben, dass die Erhebung ungerecht ist. Die niedersächsischen Jäger werden keine Ruhe geben, bis die Jagdsteuer auch hier flächendeckend abgeschafft ist."
Die Entwicklung der Grafschafter Wildbestände :
Das Rotwild habe sich stark vermehrt. Beim Schwarzwild scheine eine Entspannung eingetreten zu sein.Die Entwicklung der Nutriastrecke im Bereich der Jägerschaft Lingen, also nur des Altkreises Lingen von im Jagdjahr 2006/2007   677 Nutria, im Jahr 2007/2008   1.151 und Jahr 2008/2009   1.343   erlegt, also eine Verdoppelung innerhalb von zwei Jahren. Eine ähnliche Entwicklung scheine sich auch in der Grafschaft abzuzeichnen
Erster Kreisrat Hans-Werner Schwarz blickte in seinem Grußwort zurück auf die Tradition des Jägerfrühstücks und dessen Bedeutung. Dann ging er auf aktuelle Themen ein und kündigte an, dass der Kreistag auf der Sitzung am 11. Februar eine Änderung der Schonzeiten für Rabenkrähen beraten werde. Jagdbeirat und Kreisausschuss hätten sich bereits für ein Änderung ausgesprochen. In den vergangenen Monaten seien etwa 50 durch Rabenkrähen verursachte Schadensfälle gemeldet worden. Bei den Streckenergebnissen sei entsprechend dem Trend in Niedersachsen eine hohe Steigerung zu verzeichnen: Jagdjahr 2003/2004   2100 Abschüsse, Jagdjahr 2008/2009   3300 Abschüsse entspräche einer Steigerung von gut 57%.
Eine besondere Aufmerksamkeit beanspruche die Änderung des Waffengesetzes. Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises seien 188 Kurz- und Langwaffen fristgemäß abgegeben worden, von denen nur 8 Waffen illegalen Ursprungs waren. Der schriftlichen Aufforderung von Kreis und Stadt zwecks Nachweis der sicheren Aufbewahrung von Waffen folgten von 2200 Jäger fristgerecht 87,5%. Er versicherte, dass eventuelle Kontrollgänge auf das erforderliche Mindestmaß reduziert und mit Fingerspitzengefühl durchgeführt würden. Er beschloss seine Ausführungen mit Zahlen zur Statistik der 2009 ausgestellten Jagdscheine in Höhe von 1939 und der Jägerprüfung 2009 mit 46 Teilnehmern, von denen 38 bestanden.

Kritisch bewertete der Vizepräsident der niedersächsischen Landesjägerschaft, Josef Schröer, das Ausscheiden des bayerischen Jagdverbandes aus dem Bundesverband. Dieser Schritt schmälere das Ansehen und den Einfluss aller Jäger Deutschlands. Es gelte neuen Konfliktfeldern wie einer Verhinderung der Zersplitterung des Jagdrechtes oder dem Koalitionsvertrag der Jamaika-Koalition im Saarland entschlossen entgegen zu wirken. Auf Bundesebene seien alle getreu dem Motto: "Seid einig!" gefordert.
Im nächsten Punkt ging er auf die Entwicklung der Schwarzwildbestände ein und betonte, dass alle betroffenen Gruppen gemeinsam Wege zur Reduzierung der Bestände auf ein angepasstes Maß finden müssten.
2010 sei das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt. Als seine Priorität sah er dabei die Umsetzung der Erkenntnisse aus der Prädationsstudie an unseren Niederwildarten in ein wissenschaftliches Projekt.

Nach Einschätzung von Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, hat der Stellenwert der Jagd in der Gesellschaft in den vergangenen Jahren wieder zugenommen. Auch für die Waldbestände sei es wichtig, den Wildbestand zu hegen und zu pflegen.
Die Auswirkungen der Krise hätten sich auch in seinem Arbeitsbereich - der Landwirtschaft - bemerkbar gemacht: Um die Landwirtschaft schnell und wirksam zu entlasten, hätten die Agrarminister der deutschen Bundesländer im Mai letzten Jahres ein Paket von Liquiditäts- und Einkommenshilfen geschnürt: Die niedersächsische Landwirtschaft könne aus diesen Zusagen in den nächsten Jahren mit rund 190 Mio. Euro rechnen. Das sei eine erhebliche Entlastung, Unterstützung und Ermutigung für die landwirtschaftlichen Betriebe, ein Zeichen, dass die Landwirtschaft in harten Zeiten nicht alleine stehe.
Für ihn ständen dabei fünf Themen im Mittelpunkt:
1. Fortsetzung des Konjunkturprogramm II
2. Steuerentlastungen
3. Konsolidierung der öffentlichen Haushalte
4. die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen.
Es gehe um die richtige Balance zwischen Freiheit einerseits, Sicherheit andererseits. Wir müssen nicht weniger, sondern mehr Soziale Marktwirtschaft wagen.
5. Worte zur Agrarpolitik
Soforthilfen schafften keine Rentabilität, keine Wirtschaftlichkeit. Allein die Wirtschaftlichkeit der Betriebe entscheide darüber, ob sie Zukunft habe.
Man habe immer auf eine unternehmerische Landwirtschaft gesetzt, die sich aus eigener Kraft am Markt behaupte
Der Umbruch, wie man ihn derzeit erlebe, sei auch eine Chance. Deutschland habe Erfahrungen darin, solche Chancen zu nutzen. Es ließen sich schon heute Trends und Entwicklungen erkennen, die voraussichtlich auch in 10, 20 Jahren noch unser Leben bestimmen werden.
Für die niedersächsische Landwirtschaft hieße dies: Man werde Nahrungsmittel produzieren - eher mehr als heute. Man werde aber auch nachwachsende Energieträger anbauen: Stärketräger für die Bioethanolproduktion, Ölpflanzen für Biodiesel, Mais für die Biogasanlagen. Man werde diese Lebensmittel und Rohstoffe auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche erzeugen, die nicht größer werde. Und man werde dabei Klima und Natur schützen.
Niedersachsen setze den Schwerpunkt auf Biogas, denn das schneide in allen Untersuchungen als besonders effizient ab.
Durch ein Hinauszögern von Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen werde ein wirkungsvolles Handeln deutlich teurer und unkalkulierbar.
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU müsse so angepasst werden, dass die Chancen, die die Zukunft biete, genutzt werden könnten. Aus seiner Sicht müsse die Europäische Agrarpolitik eine „Gemeinsame" bleiben.
Zum Schluss der Veranstaltung ertönten die Klänge der Jagdhörner und nach dem Signal zum Essen erfreuten sich die Gäste an einem köstlichen Wildessen. Im Anschluss nutzen die Gäste die Möglichkeit zu Gesprächen.

 
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