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Hegering VI.
Bewusstsein für Unfallgefahren während der Jagd schärfen
Der Hegering VI. hat vor kurzem seine Generalversammlung in der Gaststätte „Zum Lönsberg“ in Hesingen abgehalten. Vor der Versammlung konnten die anwesenden Mitglieder die Rehwildtrophäen des abgelaufenen Jagdjahres begutachten. Hegeringleiter Jan Geerink überreichte zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Reinhard Mönch die Nadel des Deutschen Jagdschutzverbandes für 60- jährige Mitgliedschaft an Hans Hoedt aus Uelsen und für 40- jährige Mitgliedschaft an Willi Wiekink aus Nordhorn und Gerd Pötter aus Neuenhaus.
Reinhard Mönch, stellvertretender Vorsitzender der Kreisjägerschaft, informierte über aktuelle Themen aus der Jägerschaft.
In seinem Streckenbericht zeigte sich Jan Geerink, wie bereits im Vorjahr, besorgt über den starken Rückgang der Niederwildbestände. Die im vergangenen Jahr angelegten Rückzugs- und Saumflächen die auf Initiative des Biotop-Fond Emsland – Grafschaft Bentheim ausgesät wurden, bieten gerade in den Wintermonaten Schutz und Äsung für die heimische Tierwelt. Wenn im Frühjahr die Felder bestellt werden, haben vor allem die bodenbrütenden Vogelarten wie der Fasan hier gute Möglichkeiten das Brutgeschäft erfolgreich durchzuführen. Für das laufende Jahr besteht die Möglichkeit einjährige Blühstreifen anzulegen. Hierfür wird Saatgut durch den Biotopfond bereitgestellt.
Im Hegering sind Streckenabschnitte mit besonders häufig auftretenden Wildunfällen mit insgesamt rd. 200 Wildwarnreflektoren ausgestattet worden, es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahme eine merkliche Reduzierung der Verkehrsunfälle mit Rehwild bewirken kann.
Die Strecke wurde durch die Jagdhornbläsergruppen „Niedergrafschaft“ und „Lönsberg“ verblasen.
Der Rehwild-Hegegemeinschaftsleiter Geert Brüggemann gab die Ergebnisse der Gehörn Bewertung bekannt. Eine Medaille für den stärksten Bock wurde nicht vergeben, außergewöhnlich starke Böcke kamen nicht zur Strecke. Einen bronzenen Bruch für den ältesten Bock erhielt Georg Kolde. Dem Revier Rengelink wurde ein silberner Bruch für den besten Hegeabschuss überreicht.
Schießobmann Günter Fichtner berichtete über die Ergebnisse der durchgeführten Flintenschiesswettbewerbe. Schatzmeister Jörg Reurik gab Auskunft über die Kassenführung des abgelaufenen Jahres. Hundeobmann Gerhard Ekkel stellte die Prüfungsergebnisse der abgehaltenen Hundeprüfungen vor. Umweltobmann Jan Kattert berichtete, dass auch weiterhin das Anlegen von Hegebüschen durch die Kreisjägerschaft gefördert wird. Der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit Bernd Jüngerink gab seinen Rechenschaftsbericht ab.
Die anwesenden Hegeringmitglieder wurden durch Herrn Jürgen Meyer von der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, in der jeder Jagdbezirk kraft Gesetz Mitglied der gesetzlichen Unfallversicherung ist, auf bestehende Gefahren und Unfallschwerpunkte während der Ausübung der Jagd informiert. Vor allem bei den im Herbst durchgeführten Gesellschaftsjagden ist besondere Vorsicht geboten. Auch den jagdlichen Einrichtungen wie den Hochsitzen ist einmal jährlich eine Kontrolle auf evtl. sicherheitsgefährdende Schäden zu unterziehen um ggfs. Abhilfe zu leisten.

Foto von links: stellv. Vorsitzender der Kreisjägerschaft Reinhard Mönch, Willi Wiekink, Hans Hoedt und Hegeringleiter Jan Geerink
Bernd Jüngerink |