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Streuobst Projekt des Monates Mai Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Donnerstag, den 13. Juni 2013 um 19:58 Uhr

Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung zeichnet das Projekt „Streuobstwiesenpflanzung im Landkreis Grafschaft Bentheim“ als Projekt des Monats Mai aus.

Der Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, Karsten Behr, ehrte das Projekt „Streuobstwiesenpflanzung im Landkreis Grafschaft Bentheim“ als Projekt des Monats Mai. 500 Euro erhält das im ganzen Landkreis umgesetzte Projekt, dass unter der Regie der Jägerschaft Grafschaft Bentheim auch auf dem Gelände des Missionsgymnasiums St. Antonius – Bardel umgesetzt wurde. Dort fand die Veranstaltung statt. In der Ehrung am 21. Mai wurden die Beispielhaftigkeit des Projektes und die positive Einbindung von Schülern hervorgehoben.

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Bardel 2013

Seit langem engagieren sich die Mitglieder der Jägerschaft Grafschaft Bentheim im Landkreis für die Suche von Flächen, die zur Anlage von Streuobstwiesen geeignet sind. Sie motivieren überwiegend private Grundstückseigentümer und stellen eine Bepflanzung mit Bäumen bestehend aus regionalen Sorten sicher. Zudem werden Schulklassen in die Anlage und Pflege eingebunden, was deren Bewusstsein für die Besonderheiten dieses Biotops steigert und ihnen die Möglichkeit gibt, selber einen Beitrag zu dessen Pflege zu leisten. Auch das Schulgelände des Missionsgymnasium St. Antonius ist eines der geförderten Projektareale. Die dort nun stehenden Obstbäume sind regelmäßig Gegenstand im Unterricht. Das war für die Stiftung ein überzeugender Gesichtspunkt, „denn an Hand der Praxis lässt sich viel anschaulicher lernen“, so Karsten Behr.

Als Streuobstwiesen noch einen Beitrag zur Ernährung der Bevölkerung leisteten, prägten sie Teile des niedersächsischen Landschaftsbildes. Nachdem rentablere Bewirtschaftungsformen Einzug hielten, ist ihre Zahl zurückgegangen. Dabei verfügt dieser Biotoptyp über eine besonders hohe ökologische Qualität, denn sie beheimaten eine große Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Auch stellen sie einen genetischen Speicher dar, indem jahrhundertealte Kultursorten mit ihren spezifischen Eigenschaften erhalten bleiben. Die Initiative des Projektträgers zur Anlage neuer Streuobstwiesen im Landkreis Grafschaft Bentheim ist auch im Hinblick auf eine verbesserte Biotopvernetzung wichtig.

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Bardel 2011 bei der Pflanzung

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) hat etwa zwei Drittel der mit knapp 9.000 € angesetzten Projektkosten als Fördermittel bereitgestellt. Ausgewählte Förderprojekte werden als Anerkennung der guten Ideen und der überzeugenden Umsetzung von der NBU zusätzlich als Projekt des Monats ausgezeichnet; so auch das Projekt der Jägerschaft Grafschaft Bentheim. Auf diese Weise soll nicht nur die Etablierung langfristiger Ziele im Naturschutz gewürdigt werden, sondern auch zur Nachahmung angeregt werden.

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Emlichheim 2012

Klaus Stamme begrüßte als Vorsitzender der Jägerschaft die zahlreichen Gäste.

Diese Region entlang der deutsch-niederländischen Grenze sei einerseits durch eine intensive Landwirtschaft geprägt, andererseits aber auch Vorreiter im Bereich des Natur- und Artenschutzes. Es folgte ein Blick auf den durch die Jägerschaften des Emslandes und der Grafschaft Bentheim gegründeten Biotopfonds, der bereits mit einem ganz erheblichen Aufwand Maßnahmen zur Stützung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt ergriffen habe. Etwa 500 ha Rückzugs- und Saumstreifen wurden im Bereich dieser Jägerschaften angelegt, um den Wildtieren, aber auch den Vögeln und Insekten einen verbesserten Lebensraum bieten zu können. Weitere Maßnahmen, wie die Schaffung von Nisthilfen, flankieren und unterstützen diese Bemühungen. „Die Jägerschaft ist ein anerkannter Naturschutzverband, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Natur insgesamt zu bewahren und Rückzugsräume zu schaffen, in denen auch bedrohte Arten eine Chance zum Überleben erhalten.“

Neben diesen großräumigen Maßnahmen, erreichen wir aber auch in kleinen Bereichen eine ganz Menge für unsere Umwelt. Dazu gehören viele Streuobstwiesen, die die Grafschafter Jäger mit Hilfe der Bingo-Stiftung angelegt haben. Die Bedeutung dieser kleinen Rückzugsgebiete für Schmetterlinge, Bienen, Wespen, Hummeln und Käfer, aber auch für viele Vogelarten, könne nicht hoch genug eingeschätzt werden. Hier am Kloster Bardel sei es gelungen, ein für den Naturschutz wertvolles Projekt pädagogisch sinnvoll einzubinden. Wenn es gelinge, auf diese Weise auch die nachwachsende Generation für derartige Dinge zu sensibilisieren, sei viel erreicht.

Die Jägerschaft unseres Landkreises engagiert sich aber auch im pädagogischen Bereich mit ihrer Aktion „Lernort Natur“. Im Infomobil zeige man Kindern und Heranwachsenden die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Geschulte ehrenamtliche Helfer ständen bereit, um insbesondere Schülerinnen und Schülern diese heimische Tier- und Pflanzenwelt näherzubringen.

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Hoogstede 2012  700m langer Weg

Es folgte das Grußwort der stellv. Landrätin Frau Hoon zur Auszeichnung des Projektes Streuobstwiesenbepflanzung durch die Bingo-Stiftung.

Die Streuobstwiesen gehörten zu den am stärksten gefährdeten Biotopen in Mitteleuropa. Von den Älteren erinnerten sich viele noch an ein Landschaftsbild, in dem diese Biotope einfach dazu gehörten. Gegen Ende der 1960er Jahre setzte der dramatische Rückgang dieser wunderschön anzusehenden Wiesen ein. Sie waren betriebswirtschaftlich unrentabel.

Damit gingen Dinge verloren wie die traditionelle Form des Obstbaus, zugleich hatte diese Entwicklung Auswirkungen auf die Artenvielfalt.

In den letzten drei Jahren seien in der Grafschaft eine Reihe von Streuobstwiesen wieder angelegt worden. Die Flächengrößen lägen zwischen 160 und 2.500 Quadratmetern. Durch die Jägerschaft wurden 383 Obstbäume – Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume und Mirabelle – gepflanzt. Die Fläche in Bardel sei ein wunderbares Beispiel dieses Engagements nicht nur der Jägerschaft, sondern auch der Schüler, die sich um die Pflege kümmern.

Seitens des Landkreises Grafschaft Bentheim drückte sie dafür ihren Dank und ihre Freude aus, dass junge Menschen die Vielfalt der Natur direkt vor ihrem Schulgebäude live erleben können. „Das ist Public Viewing der anderen Art“.

 

 

 
Jahreshauptversammlung 2013 Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Montag, den 20. Mai 2013 um 15:07 Uhr

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Grafschaft Bentheim

vom 7. Mai 2013

Nach der Eröffnung durch Jagdhornbläser unter der Leitung von Kunibert Zirkel erfolgten die Begrüßung, die Abhandlung der Regularien und der Dank für die Vorbereitung der Veranstaltung an den Hegering IV durch den Vorsitzenden Klaus Stamme.

Er begrüßte im Namen der Jägerschaft des Landkreises Grafschaft Bentheim die zahlreichen Teilnehmer der Jahreshauptversammlung. Es sei ein Zeichen dafür, dass die Jäger des Landkreises großes Interesse an der Arbeit ihrer Jägerschaft haben. Nur eine starke und geschlossene Jägerschaft, auf Kreisebene, aber auch auf Landes- und Bundesebene sei in der Lage, ihre Vorstellungen und Wünsche in den politischen Entscheidungsprozeß einzubringen.

Natürlich gelinge es nicht immer, die Zielvorstellungen durchzusetzen, “aber wir sind der einzige anerkannte Naturschutzverband in Deutschland, dessen Mitglieder insgesamt über eine gute und gründliche Ausbildung und eine hohe fachliche Qualifikation verfügen. Dieser Sachverstand, ergänzt durch intensives Beobachten unserer Umwelt und aller vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, verleiht unserer Stimme ein erhebliches Gewicht.“

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Der DJV habe seinen Einfluss unter anderem bei der aktuellen Änderung des Bundesjagdgesetzes geltend gemacht. Diese Änderung war erforderlich geworden aufgrund einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte. In weniger als einem Jahr sei das Gesetzgebungsverfahren im Bundestag und im Bundesrat abgewickelt worden.

Das Gesetz wurde durch Hinzufügung eines § 6a BJG so geändert, dass es den Anforderungen des EuGH entspricht. Danach könne ein privater Grundeigentümer sein Grundstück zum befriedeten Bezirk erklären lassen, wenn er glaubhaft mache, dass er die Jagd auf seinem Grund und Boden nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Eine solche Gewissensentscheidung sei jedoch nur sehr schwer zu überprüfen.

Der Bürgermeister der Gemeinde Osterwald, Diekjakobs ging in seinem Grußwort intensiv auf die erforschte und schriftlich in einer Chronik niedergelegte Geschichte Osterwalds ein und schlug einen Bogen über früher zu heute.

Landrat Friedrich Kethorn ging auf die Änderung des Jagdgesetzes ein, die der Vorsitzende bereits angesprochen hatte. Das Jahr 2013 könnte für einige, die mit der Jagd befasst sind, ein Jahr der Veränderungen werden. Angesprochen seien in erster Linie die Jäger und die Jagdgenossenschaften.

Er stellte die Vorgänge zur Verabschiedung des Gesetzentwurfes zur Novellierung jagdrechtlicher Vorschriften und zur Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vor. Einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften hatte dann die Bundesregierung dem Bundesrat und dem Bundestag zugeleitet. Den Bundesrat hat das Gesetz passiert, so dass es nach Ausfertigung durch den Bundespräsidenten alsbald in Kraft treten kann. Ob und in welcher Weise das Land ergänzende Bestimmungen zu neuen Regelung erlässt bleibt abzuwarten. Bis dahin gilt weiterhin das BJagdG in der zurzeit gültigen Fassung.

Ein weiteres Thema waren die Kontrollen der sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition. Hier sei der Rückblick auf das Jahr 2012 aus Sicht der Waffenbehörde getrübt.

Es war geprägt von einem deutlichen Anstieg bei den Beanstandungen, die zu einem Widerruf der Waffenbesitzkarte und zur Einziehung und Ungültigkeitserklärung des Jagdscheines geführt haben. Als trauriger Höhepunkt waren sechs solcher Verfahren zu verzeichnen. Das betrifft wohlgemerkt nur solche Verfahren, die daraus resultieren, dass Waffen nicht ordnungsgemäß aufbewahrt wurden. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Pflicht zur sicheren Aufbewahrung von Waffen nicht erst mit den Verschärfungen des Waffengesetzes eingeführt wurde. Personen, die ihre Waffen nicht ordnungsgemäß aufbewahren, könnten daher keine Nachsicht mehr erwarten.

Bei der Totenehrung wurden stellvertretend für alle verstorbenen Jagdkameraden erwähnt:

                        Heiko Sonnenberg aus Nordhorn

                        aus Bentheim Johann ( Hannes) Brink und Hans- Gerd Krabbe

                        aus Esche Heinrich Snieders und

                        aus Itterbeck Georg Strigl.

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Das Goldene Rebhuhn der LJN erhielten Gerhard Hoesmann aus Nordhorn und

Albert Strelow aus Emlichheim.

Beide haben sich als Nichtjäger in besonderer Weise um unsere Natur verdient gemacht.

Die bronzene LJN - Verdienstnadel erhielten Jürgen Harsman und Hans-Gerd Grundmann. Sie haben sich seit 5 Jahren als Vorsitzende der Hegeringe Wilsum und Emlichheim für die Belange der Hegeringmitglieder eingesetzt.

Der Vorsitzende ging auf die Jagdsteuer ein. Der Vorstand habe mit dem Landkreis eine Vereinbarung abgeschlossen, mit der die Jägerschaft Verpflichtungen übernimmt und andererseits die Jagdsteuer auf 5% (von z.Zt. 12.5%) gesenkt wird. Der wichtigste Punkt der Vereinbarung sei das Bergen und Entsorgen von Fallwild. Auch das erledigen die Jäger schon seit langem.

Es erfolgte die Abstimmung mit dem Ergebnis, einstimmig angenommen bei nur zwei Enthaltungen.

Im nächsten Punkt ging er auf die Wildwarnreflektoren ein. Im Rahmen der Bemühungen, die Zahl der Wildunfälle zu senken, haben die Hegeringe an zahlreichen Unfallschwerpunkten blaue Wildwarnreflektoren angebracht. Die Anschaffung war von der Grafschafter Sparkassenstiftung mit 13.900 € unterstützt worden. Es konnten nicht alle gewünschten Stellen berücksichtigt werden. Nach Auswertung eines Erfahrungszeitraumes von 2 – 3 Jahren wird geprüft, ob weitere Stellen im Kreisgebiet mit Reflektoren versorgt werden müssen. Zur Vermeidung von Wildunfällen gehöre auch, dass der Abschuss vor allem des weiblichen Wildes vollständig erfüllt werde.

Schatzmeister Claus Meixner trug den detaillierten Kassenbericht vor. Als neuer Kassenprüfer wurde Hartmut Crede gewählt.

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Es erfolgte ein anschaulicher, interessanter Bericht von Johann Högemann zur Arbeit des Biotop-Fonds. Intensiv und engagiert ging Högemann auf Biotopverbesserungsmaßnahmen zum Erhalt der Vielfalt ein. Seine Ausführungen ergänzte er durch Projektvorschläge in Verbindung mit einem Maßnahmenkatalog, den er vorstellte. Blühende Feldstreifen stellte er in ihrer Bedeutung vor. Als Ziele sah er die Verbesserung des Landschaftsbildes und der Akzeptanz in der Bevölkerung.

Termin der nächsten Jahreshauptversammlung:  06. 05. 2014.

 
Neue Brutplätze für bedrohte Vogelarten Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Mittwoch, den 08. Mai 2013 um 20:18 Uhr

Neue Brutplätze für bedrohte Vogelarten

Projektgruppe der Jägerschaft entwickelt mit Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung spezielle Nistkästen

Um selten gewordenen Vogelarten wieder einen Brutplatz zu bieten, ist die Projektgruppe „Nisthilfen“ des Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland/Grafschaft Bentheim aktiv geworden. Eulen, Käuze oder Sperlinge und auch Fledermäuse finden kaum noch geeignete Nistmöglichkeiten. 506 speziell entwickelte Nistkästen konnten nun mit finanzieller Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gebaut werden.

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Mitglieder der Projektgruppe „Nisthilfen“ hatten gemeinsam mit der Lebenshilfe in Nordhorn und den Werkstätten für behinderte Menschen in Meppen, Lingen und im nördlichen Emsland Nisthilfen für verschiedene Vogelarten und Fledermäuse entwickelt. Diese wurden nun an die Jägerschaft Grafschaft Bentheim übergeben. Anne Zachow, Vorsitzende der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung aus Wolfsburg, überzeugte sich davon, was mit der Spende in Höhe von 8700 Euro in der Grafschaft auf die Beine gestellt wurde und lobte die Arbeit der Jäger und die Tatkraft der Lebenshilfe als gelungene Aktion.

Durch die bessere Abdichtung von Häusern und Ställen und dem zunehmenden Fehlen hohler Bäume und Streuobstwiesen finden viele Vogelarten und Fledermäuse keine geeigneten Nistmöglichkeiten mehr. Ziel der Aktion ist es daher, selten gewordenen Schleiereulen, Steinkäuzen, Baumläufern, Sperlingen, Höhlen- und Halbhöhlenbrütern sowie Fledermäusen neue Nistmöglichkeiten zu bieten.

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Über die 11 Hegeringe sollen die Kästen nun die Natur der Grafschaft beleben. Kindern soll die Möglichkeit gegeben werden, die Natur wieder hautnah zu erleben und durch Beobachtung und Pflege der Nisthilfen am Leben in der Natur teilzuhaben. Im Herbst wollen die Jäger dann mit den Kindern gemeinsam die Kästen pflegen und säubern: Die Jägerschaft vergibt nun Patenschaften an Kindergärten, Schulen und Vereine.

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Wildwarnreflektoren Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Donnerstag, den 25. April 2013 um 17:21 Uhr

600 Wildunfälle mit Rehwild im Jahr

Die Kreisjägerschaft Grafschaft Bentheim will mit speziellen Warnreflektoren die kreisweit hohe Zahl der Wildunfälle in der Dämmerung und nachts deutlich senken.

80 Bundes-, Landes- und Kreisstraßenstücke haben der Kreis, die Polizei und die Jägerschaft anhand ihrer Unfallhäufigkeit ausgewählt. 3.000 Reflektoren werden an den Leitpfosten angebracht. Drei Jahre sind für den Versuch angesetzt. Bringt die Auswertung positive Ergebnisse, sollen weitere Reflektoren angebracht werden.

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Fotos: Werner Westdörp Grafschafter Nachrichten

Die Grafschafter Sparkassenstiftung unterstützt die Anschaffung blauer Wildwarnreflektoren mit 13.900 €.

Rund 600 Wildunfälle mit Rehwild gibt es im Kreis pro Jahr. 80 Prozent ereignen sich in der Dämmerung und nachts. Die dabei zu Tode kommenden Tiere haben nach Angaben des Kreisjägermeisters Gerrit Nykamp mit etwa einem Viertel einen großen Anteil an der Gesamtjagdstrecke (2400 Stück). Darüber hinaus gebe es eine hohe Dunkelziffer. Zudem dürfe man nicht vergessen, dass es bei Unfällen mit Wild immer auch nicht unerhebliche Sach- und manchmal auch Personenschäden gebe.

In den vergangenen Jahren wurde in der Grafschaft Bentheim bereits eine Teststrecke im Bereich des Bentheimer Waldes mit den neuen blauen Reflektoren ausgestattet. Die Ergebnisse waren positiv.

Reflektoren wurden entwickelt, bei denen nicht nur die Farbe, sondern auch die Form eine Rolle spielt. Die neu entwickelten Reflektoren führten in einigen Gebieten zu einem Rückgang in Höhe von 70% der Wildunfälle. An den weißen Leitpfosten montiert, sollen die 20 Zentimeter großen Kunststoffgehäuse mit ihren blauen Prismen Rehe und andere Tiere davon abhalten, eine Straße zu überqueren, wenn ein Auto vorbeifährt. In einigen Regionen Deutschlands sind diese Wildwarnreflektoren bereits mit großem Erfolg im Einsatz. Das Licht der Autos wird in Form eines Korridors an die Straßenränder reflektiert. Das blaue Licht empfindet das Wild als besonders warnend.

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offizielle Übergabe der Sparkassenstiftung

Die Grafschaft Bentheim ist in 230 Jagdreviere aufgeteilt und hat ca. 80 km Bundesstraßen, 120 km Landesstraßen, 280 km Kreisstraßen und viele km Gemeindestraßen. In den gefährdeten Bereichen erfolgt die Anbringung der Reflektoren durch die Jäger in Absprache mit der jeweiligen Straßenmeisterei.

So kommt es dann zur Entschärfung dieser Gefahrenpunkte.

 

 
Winterversammlung 2013 Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Samstag, den 23. Februar 2013 um 17:46 Uhr

Winterversammlung 2013 der Jägerschaft Grafschaft Bentheim

Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung gestaltete die Bläsergruppe de Grenzbloasers.

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Der Vorsitzende der Jägerschaft Klaus Stamme eröffnete die sehr gut besuchte Veranstaltung,  in der praktische Themen aufgegriffen werden, um den Mitgliedern noch den einen oder anderen Tipp zu geben. In diesem Jahr gehe es um die Raubwildbejagung.

Der Vortragende Anton Maas werde in seinem Vortrag aufzeigen, was man alles zur Verbesserung der Niederwildbesätze tun könne.

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Der Redner Anton Maas beschäftigte sich mit dem Thema – „Durch effiziente Raubwildbejagung den Niederwildbestand zu neuem Leben erwecken“. Anhand von Daten und Fakten zeigte er Möglichkeiten, was man tun könne. Vorher machte er eine Stippvisite in die Forschung zur Frage- Hat Raubwild Einfluss auf die Niederwildpopulation? Beginnend mit der Entwicklung der Fuchsstrecke ging er über zum Vergleich zur Hasenstrecke - bricht die Fuchspopulation zusammen, steigt die Hasenpopulation.

Diese Entwicklung der Hasenpopulation zeigte er am Beispiel des Jagdreviers Störmede. Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren kam es im dort zu einem kontinuierlichen Rückgang der Hasenstrecken bis zum historischen Tief von 23 Hasen im Jahre 1995. Seit 1996 wird dieser Entwicklung  sehr erfolgreich Einhalt geboten und ins Positive gekehrt. Alleinige Maßnahme war und ist dabei die intensive Bejagung der Raubsäuger und Rabenvögel, da andere mögliche Ursachen wie Krankheiten, Wetter, Verkehr und vor allem die sehr intensive Landwirtschaft nicht beeinflusst werden konnten.

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Basierend auf der intensiven Bejagung der Prädatoren ist es innerhalb weniger Jahre gelungen, die Hasenpopulation und damit die Hasenstrecke kontinuierlich anzuheben. Im Durchschnitt der Jahre stieg sowohl die Population als auch die Strecke der Hasen über 500% im Vergleich zum Anfangsjahr 1995.

Parallel zum Feldhasen haben von dieser Maßnahme auch die Populationen der Bodenbrütern wie Fasan, Rebhuhn, aber auch Kiebitz und Feldlerche erheblich profitiert.

„Jagd nach neuen Erkenntnissen ist erforderlich. Mangelnde Prädatorenbejagung ist Vergangenheit.“ Nach einem abschließenden Blick auf die Faktoren, die zum Rückgang des Niederwildes führen, sah er Ansatzmöglichkeiten zur Rettung der Niederwildpopulation durch eine vernünftige Jagdpraxis verbunden mit effektiver Prädatorenbejagung.

 
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